Wie aus einer anderen Zeit – als Kreuzworträtsel und Sportwetten noch die Zeitungen dominierten

Die Frage darüber, ob noch immer eine Vielzahl an Menschen jeden Morgen auf ihre Zeitungen warten, kann man sich wohl ein wenig sparen. Denn nicht erst seit dem die Smartphone-Bildschirme und Tablets immer größer werden, ist die Papierversion eher der älteren Generation vorbestimmt. Hier scheint man noch guten Mutes und Gewissens Seiten in A0-Form wälzen zu wollen, um all die Nachrichten zu lesen, die Twitter und die modernen Newsportale schon vor vielen Stunden gesendet hatten. Und dennoch, die Zeitung an sich sollte und darf nicht aussterben. Denn zu viele Jahre lang war sie das wichtigste Medium, um jeden Tag Millionen an Menschen zu erreichen, ganz gleich wo auf der Welt man sich befand. Und viele Aspekte wurden seither ignoriert, wie etwa der Fakt, dass Kreuzworträtsel und solch spannende Dinge wie 888sport Wetten Tipps früher einen viel zentraleren Teil der Printmedien eingenommen haben, als es heute der Fall ist. Wagen wir also einen Blick zurück in das vergangene Jahrhundert, um zu sehen, wie sich die Dinge entwickelt haben. Keine Sorge, dies kann man auch auf dem Tablet lesen…

Der Ursprung von Kreuzworträtseln

An einem stürmischen Wintertag im Jahr 1913 saß der Brite Arthur Wynne in seinem Büro in der New York World und rang mit einem Problem. Die Weihnachtsausgabe des Magazins „Fun“, wurde angelegt, und Wynne war der Ansicht, dass die Leser eine neue Herausforderung brauchten. Wynne stammt aus Liverpool und war im Alter von 19 Jahren in die USA ausgewandert. Zuvor hatte er jedoch möglicherweise einige rudimentäre Rätsel in Wortform gesehen, die im England des späten 19. Jahrhunderts beliebt waren. Vielleicht inspiriert von diesen sowie dem „Sator“ -Quadrat, einem alten lateinischen Palindrom mit fünf Wörtern, entwarf Wynne ein nummeriertes, rautenförmiges Gitter mit einer leeren Mitte. Er fügte oben zur Sicherheit noch das Wort „Spaß“ als ersten Eintrag ein und nannte das ganze „Wortkreuz“. Einige der Hinweise erforderten, dass die Leser esoterische Fakten kannten (anscheinend ist „nard“ eine aromatische Pflanze, die hauptsächlich im Himalaya wächst), andere waren einfacherer Natur. So weit, so gut. Ein befreundeter Illustrator im Magazin nahm sich der ganzen Sache an und änderte versehentlich „Word-Cross“ in „Cross-Word“. Wynne hatte keine Einwände und so kann der Name zustande – und bleibt wohl für alle Ewigkeiten bestehen.

Amerika ist gehyped

Wie so oft bei neuen Erfindungen „made in US“ war auch das Kreuzworträtsel schnell in aller Munde. Das hatte zwei Gründe. Die UDA hatte jetzt das Bedürfnis erlernt, Ordnung aus dem Chaos zu schaffen, das Zen, etwas aus dem Nichts zu machen. Das Lösen von Kreuzworträtseln kann durchaus als Wahnsinn bezeichnet werden. Die Aktivität war so weit verbreitet, dass die Times of London sie in einem Leitartikel namens „An Enslaved America“ verurteilte. Anhänger würzten ihre Unterhaltung mit veralteten Wörtern, die in Kreuzworträtseln auftauchten. Es gab sogar ein Lied von 1924 mit dem Titel „Cross-Word Mamma You Puzzle Me“. Der andere Grund aber war noch viel wichtiger – denn wir reden von den 1940ern, als weltweit Krieg herrschte.

Nicht mehr nur blutige Berichte

Aber der Krieg, der 1941 für Amerika begann, gab Kreuzworträtseln eine wichtige neue Funktion: dem Leid der Nachrichtenseiten zu entkommen. Zwei Wochen, nachdem sich die USA den Kriegsaktivitäten angeschlossen hatten, sandte der Sonntagsredakteur der New York Times ein Memo an den Verlag, in dem er sagte, sie sollten „mit dem Rätsel fortfahren“, um den Lesern während dieser trostlosen Zeit etwas zu tun zu geben. Denn der Gedanke war, dass man beim Lösen eines Kreuzworträtsels nicht an die eigenen und größeren Probleme denken würde. So und so ähnlich kam es dann auch dazu, dass Sportwetten wieder prominenter in den Gazetten vertreten waren.

2000 Jahre alt und kein bisschen leise

Man geht allgemeinhin davon aus, dass Sportwetten seit mehr als 2000 Jahren existieren. Die Faszination der alten Griechen für alles Körperliche veranlasste sie, Olympischen Spiele zu erschaffen, sowie die frühesten Aufzeichnungen über Wetten auf sportliche Wettkämpfe festzuhalten. Von den Griechen verbreiteten sich Sportwetten bis ins alte Rom, wo sie dann schlussendlich den Weg aus dem Untergrund hin in die Arenen fanden. Die Römer setzten auf die Gladiatorenspiele, und als dann dieses mittlerweile historische Sportereignis mit dem Untergang Roms endete, überlebte das Glücksspiel und breitete sich auf andere Königreiche aus. Im Mittelalter versuchten einige religiöse Anführer, Gesetze zu erlassen, um das dies verbieten. Diese zwangen Sportwetten in den Untergrund, wo sie weiter existierten und sogar wuchsen, als neue Sportereignisse in die Welt eingeführt wurden. Später wurde das Glücksspiel in England in Form von den immer noch aktiven Pferderennen enorm beliebt. Die Briten verbreiteten die Praxis zusammen mit dem britischen Empire weltweit, aber nachdrücklich in die USA, wo sie für ein Gros schnell zu dem beliebtesten Zeitvertreib wurde. Und da dort die Zeitungen den Ton angaben, war es nur wenig überraschend, dass Sportwetten nebst Rätseln zu einem Zugpferd der Anbieter wurden.

Was sind die aktuellsten Trends

Heute lesen zwar immer weniger Menschen Zeitungen, aber Kreuzworträtsel und Sportwetten sind beliebt wie eh und je – auch wenn es hier massive Unterschiede gibt. So hat sich der Sportwetten-Markt mittlerweile komplett auf das Internet fokussiert, die Gründe liegen auf der Hand, denn online erreicht man viel mehr Menschen. Kaum ein anderer Aspekt hat dem Wachstum der Sportwetten so nachhaltig unter die Arme gegriffen wie das Internet. Vor dem Internet waren Sportwetten, obwohl sie beliebt waren, bei weitem nicht so weit verbreitet wie sie es heute sind. Dank einfacherer Zugänge zum Netz können Fans nun leicht und schnell auf jedem Gerät Wetten abgeben. Daher ist der Markt rund Sportwetten um in den letzten Jahren regelrecht explodiert; Zeitungen würde da einfach nicht mehr hinterherkommen. Man kann nun bequem von der Couch aus Wetten platzieren, während man die Ereignisse live auf dem Fernseher verfolgt.

Fazit

Zwar werden Zeitungen auch jetzt noch eine wichtige Rolle einnehmen und immer mal wieder spannende Geschichten über Sport und Co verbreiten, aber es dreht sich überwiegend aus Gründen der Nostalgie, dass diese nicht untergehen. Gleichzeitig aber muss man der Vergangenheit Tribut zollen, denn ohne die Relevanz der Zeitungen im 20.Jahrhundert würde die heutige Szene wohl niemals so aussehen.

 

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