Hobby-Baristas – Warum macht es so süchtig?

Für viele mag Kaffee lediglich eine Nebensache, ja ein Mittel zum Zweck sein. Der Schuss Kalorien für die ersten Stunden Arbeit. Dir kurze pause auf der Arbeit. Die Rettung nach einer schlaflosen Nacht. Doch es gibt eine erlesene Gruppe von Kaffeeliebhabern, die in Kaffee mehr als das sehen. Für sie ist das Getränk weit mehr als eine einfach Koffeinbombe. Sie sehen darin vielmehr ein einzigartiges Genussmittel, eine Möglichkeit unter Menschen zusammenzukommen, gar eine Kunstform. Kaffee hat eine enorme kulturelle Strahlkraft. Sei es der Latte Macchiato im Kaffee um die Ecke oder der selbst aufgegossene Morgenkaffee, Kaffeeliebhaber beschäftigen sich zunehmend mit den Zubereitungsformen ihres Lieblingsgetränk. Aber warum ist macht Da-Sein als Hobby-Barista so süchtig?

Kaffee als morgendliches Ritual

Der Kaffee nach dem Aufstehen zählt zu den beliebtesten Morgenritualen auf der Welt. Er gibt dem Morgen eine Ordnung, einen festen Ablauf, an den man sich in seinem Arbeitsalltag halten kann. Das menschliche Gehirn kann Tag für Tag nur eine bestimmte Anzahl an guten Entscheidungen treffen, ohne überfordert zu sein. Routinen nehmen dem Gehirn wichtige Entscheidungen ab. Kaffee bildet also eine wichtige Konstante am Morgen. Doch nicht nur das. Die Zubereitung des Kaffees rückt bei Hobby-Baristas zunehmend in den Vordergrund. Hier ist nicht die Rede von einem Kapselkaffee oder einem einfachen Filterkaffee. Im Gegenteil. Es geht um das Mahlen der Kaffeebohnen und eine selbst aufgegossene Kaffeekreation, die im Anschluss in Ruhe genossen wird. Hier spielt der eigene Schaffensprozess eine Rolle. Man schätzt seinen Kaffee mehr, wenn man selbst Arbeit reingesteckt hat. Damit verbunden ist ebenfalls ein kleines Erfolgserlebnis. Das alles am Morgen kann einen enormen Unterschied machen und eben auch süchtig machen. Im positiven Sinne. Hier finden Sie eine praktische Übersicht, welche Kaffeebohnen zur Zubereitung von welchen Kaffeespezialitäten verwendet werden.

Kaffee ist (auch) Kunst

Wir alle kennen die Faszination aus dem Kaffee unseres Herzens, wenn der warme Kaffee serviert wird und ein kleines Kunstwerk in den Schaum gegossen worden ist. Was auf den Unwissenden recht einfach wirken mag, ist eine komplizierte Kunst, die viel Übung und Hingabe erfordert. Entscheidend ist nicht nur die Technik des Aufgießens, sondern auch die Konsistenz der Milch. Alle Faktoren zu perfektionieren, dauert einige Monate, neue Formen zu erlernen bedeutet stets eine neue Herausforderung. Doch das Erfolgserlebnis endlich ein makelloses Herz aufgegossen zu haben, ist unübertroffen und verbindet Hobby-Baristas weltweit. Es ist ein Erfolgserlebnis, das den Kaffee um Welten besser schmecken lässt und den Barista noch enger an sein Produkt bindet.

Kaffee bedeutet Gemeinschaft

 

Manch ein Hobby-Barista würde sagen: „Es gibt nichts Besseres, als einer Gruppe von Menschen, die geradezu nach Koffein dürstet, meine Kaffee-Kreationen zu servieren.“ Und da ist was dran! Der Beruf des Baristas lebt vom zwischenmenschlichen Kontakt. Er redet mit seinen Kunden, sieht mehrmals die Woche seine Stammkunden, die er irgendwann sogar persönlich kennt. Er stellt einen wesentlichen Bestandteil ihres Lebens dar. Sein Job ist ein durch und durch soziales Befangen. Ähnlich geht es Hobby-Baristas, die nicht für zahlende Kundschaft, sondern für ihre Familien, Freunde und Bekannten Kaffee machen. Beide verbindet der soziale Aspekt des Zubereitens des Kaffees für andere Menschen, der Teilnahme an ihrem Leben und der Interaktion mit ihnen während man die soeben gefertigte Kaffeekreation genießt.

In wenigen Schritten zum Hobby-Barista

 

Habe ich dich neugierig gemacht? Möchtest du selbst deine Barista-Fähigkeiten unter Beweis stellen und verfeinern? In wenigen Schritten kannst du dir die nötige Ausrüstung zulegen und die wichtigsten Grundlagen aneignen.

Der Hobby-Barista beginnt bei der Zubereitung des Kaffees ganz am Anfang beim Mahlen der Kaffeebohnen. Schnapp dir also deine sieben Sachen und begebe dich zur Kaffeerösterei deiner Wahl. Dort kannst du dich zu deinem perfekten Kaffeebohnen-Typ beraten lassen. Es gibt nämlich eine breite Palette an verschiedenen Kaffeebohnen, die sich je nach Typ in ihrer Stärke und je nach Röstung in ihrem Geschmack unterscheiden. Außerdem kannst du dir dort deine erste manuelle oder automatische Kaffeemühle zulegen, die du zum Mahlen deiner Kaffeebohnen nutzen wirst.

Im nächsten Schritt zum gestandenen Hobby-Barista besorgst du Kaffeefilter, durch die du deinen eigenen Kaffee aufbrühst. Hier kannst du nicht viel falsch machen. Immer beliebter werden auch Glaskaraffen zum Aufbrühen. Einfach den Filter oben aufsetzen und das heiße Wasser auf die gemahlenen Kaffeebohnen aufgießen. alternativ kannst du auch zu einer French Press greifen.

Danach geht es an das Eingemachte. Man könnte sagen, dass nun die Krux der Barista-Kunst folgt: das Aufschlagen der Milch. Dies kannst du per Hand oder mit einem elektrischen Milchschäumer tun. Der Milchtyp spielt bei den Schäumeigenschaften eine große Rolle. Fetthaltige Milchsorten und spezielle Pflanzenmilchsorten sind besser dafür geeignet als andere. Im Anschluss kannst du dich daran versuchen ein Kaffeemuster wie die der Profis aufzugießen. Das erfordert viel Übung, also mache dich auf eine lange Lernkurve gefasst. In der Zwischenzeit kannst du auch eine Schablone nutzen, mit der du ein Muster aus Zimt oder Kakao auf dein Getränk streuen kannst.

Um nun von der Kaffeebohne bis zum Schaumherz die perfekte Kaffeekreation zu servieren, fehlt dir nur noch eine Sache: Übung. Und zwar sehr viel davon. Es kann Monate dauern, bis du deine ersten schönen Formen aufgegossen hast. Lass dich davon nicht entmutigen, denn genau für diese Momente wird sich der ganze Aufwand gelohnt haben. Auf dem Weg dorthin kannst du dein neues Ritual mit deinen Liebsten genießen und dich der Kunst des Kaffeemachens hingeben. Finden Sie einen Barista Kurs in Ihrer Nähe.

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